Unsere Zeit in Island neigt sich dem Ende zu. Doch wir werden nicht müde immer wieder zu betonen, wie schön es hier überall ist.

Kirche in Holmavík

Wir verlassen gegen Mittag die Westfjorde und fahren ins nahegelegene Holmavík. Man merkt, dass wir uns nicht mehr in den von Hornstrandir und den anderen Halbinseln geschützten Fjorden befinden. Die See ist deutlich rauer und der Wind weht uns kräftig um die Nase. Der Ort Ansich ist sehr klein, mit der schmucken Kirche mit Regenbogentreppe aber sehr ansprechend.

Rund um den Hafen treiben die Seemöwen ihr Unwesen und fliegen immer wieder um den Damm und hoffen auf Fisch. Ich versuche mich an ein paar Flugfotos. Gar nicht so einfach, wenn die Vögel im Affenzahn an einem vorbei rasen.

Blick von der Bucht aus auf Drangsnes.

Weiter nach Hrvítsekur

Zum Abschluss unserer Reise wollen wir uns noch ein paar ungewöhnliche Gesteinsformationen anschauen. Auf dem Weg dorthin entdecken wir am Strand immer wieder angespülte Holzstämme, feinsäuberlich aufgestapelt. Es handelt sich um Holz aus Sibirien. Das wird dort geschlagen und über die Flüsse zum nächsten Sägewerk geflößt, teilweise gehen Stämme dabei verloren und laden über das Nordpolarmeer und das Packeis schließlich in Nordisland und Grönland.

Treibholz am Strand

Ihr ahnt es, wir müssen mal wieder über Gravelroads dorthin. Bereits auf dem Weg zur Ringroad ist der Weg immer wieder mit solchen Passagen gespickt. Sobald wir die Ringroad verlassen, haben wir 30 Kilometer Schotter am Stück vor uns. Doch das lohnt sich!

Hrvítsekur

Diese Steinsformation, die wage an ein Tier erinnert, ist wirklich etwas ganz besonderes. Hier kurz vor dem Ende der Welt, sind kaum andere Menschen zu finden. Schön und gut, die Zuwegung ist alles andere als gut, aber so weit weg von der Ringstraße ist Hrvítsekur auch wieder nicht. Gut für uns, so können wir unsere Drohne starten lassen und ein paar schöne Aufnahmen als Erinnerung machen.

Ein Stopp in Borgarvirki

Auf dem Rückweg fahren wir eine leicht andere Route, 3 Kilometer weniger Schotterstraße, dafür in deutlich schlechterem Zustand. Auf halben Weg kommen wir an Borgarvirki vorbei. Ebenfalls eine natürliche Gesteinsformation. Dieses Mal nicht halb im Meer, sondern thronend auf einer Bergkuppe.

Borgarvirki

Auch hier fahren die letzten Besucher bei unserer Ankunft und wir sind komplett allein. Zugegeben, es ist mittlerweile 19 Uhr und das Wetter wird zunehmend schlechter. Dennoch ist es seltsam, wie einsam dieser Teil der Insel ist. Da die Bilder gar nicht so genau zeigen, wie riesig und beeindruckend diese Formationen sind, haben wir hier ein kleines Video für euch fertig gemacht:

Wir genießen die Aussicht von der Kuppe über das Tal, bis es sich vollends zuzieht und machen uns auf den 40-minütigen Weg zu unserem Campingplatz.

Dort angekommen werfen wir nur einen Blick in den zum Campingplatz gehörigen, aber völlig überfüllten Hot Tub und machen uns Abendessen. Die Nudeln gelingen mir dieses Mal gut, die gekaufte Dreikäsesoße schmeckt leider grauenhaft. Hoffentlich haben wir morgen mehr Glück, sowohl mit dem Hot Tub, als auch mit dem Abendessen.