Heute haben wir unseren ersten Regentag auf unserem Roadtrip. Wir frühstücken im Camper. Es regnet zwar nicht Katzen und Hunde, es reicht aber, um nicht draußen sein zu wollen.
Anschließend fahren wir noch einmal zum Café von gestern, um die beiden Videos von Rauðisandur und dem Wrack hochzuladen, die wir abends im Camper fertig gemacht haben.
Auf der Suche nach einem warmen Pool
Bei dem Wetter ist ein warmer Außenpool natürlich genau das richtige. Wir machen uns also auf ins 20 Minuten entfernte Tálknafjörður. Dort gibt es am Stadtrand gleich mehrere kleine Pools mit unterschiedlichen Temperaturen. Leider sind diese allesamt ziemlich verschmutzt und voll ist es obendrein.

Wir machen einen kleinen Fotostopp um die Aquakulturen zu fotografieren. In jedem der letzten Fjorde gab es solch riesige Freiwasserkäfige, in denen Fische gezüchtet werden. Danach geht es 2 Kilometer Gravel Road in den Ort zurück. Einer Empfehlung folgend machen wir einen Stop beim Café Dunhagi. Leider öffnet dieses erst um 17 Uhr. Für uns leider zu spät, da wir noch bis Þingeyri kommem wollen.
Zunächst kommen 20 Kilometer Straße, die gestern erst ausgebessert und mit tonnenweise losem Rollsplitt versehen wurden. Gut, dass wir keine Steinschlag oder Gravel Versicherung abgeschlossen haben. Bei entgegenkommenden Fahrzeugen reduzieren wir also das Tempo und werden das ein oder andere Mal überholt. Egal, besser als später für Schäden zahlen zu müssen.
Nun geht es weiter mit 60 Kilometer Gravel Road. Tatsächlich besser zu fahren als der Rollsplitt und als nette Dreingabe, ist hier quasi kein Verkehr. Eine gute Gelgenheit, euch einmal zu zeigen, wie so etwas aussieht:
Achja, auch hier kommen wir immer wieder an malerischen Landschaften und kleineren und größeren Wasserällen wie diesem hier vorbei.

Reykjafjarðarlaug Hot Pool
Nach gut einer Stunde Schotterstraße erreichen wir den nächsten Pool. Deutlich größer, deutlich sauberer und mit weniger Menschen. Drei kleine Naturbecken gibt es hier ebenfalls.

Wir Entscheiden uns aber für das gemauerte 50 qm Becken mit 2 Wassertemperaturen. Leichter algenbewuchs bleibt auch hier nicht aus, dennoch ist vor allem im wärmeren Teil das Wasser sehr sauber. Wir bleiben eine halbe Stunde.
Auf nach Þingeyri
Vollkommen durchgewärmt starten wir auf die letzten 40 Kilometer unserer Tagesetappe. Wir fahren wieder mal diverse Hochlandpässe und genießen die Aussicht. Was soll man auch anderes machen.
Kurz vor unserem Ziel erwartet uns noch eine Überraschung. Ein erst 2020 fertiggestellter Tunnel führt über 5 Kilometer unter dem Felsmassiv hindurch. Bisher sind wir auf Island noch durch keinen einzigen Tunnel gefahren.

Þingeyri ist ein schnuckeliges kleines Dorf und gefällt uns richtig gut. Übrigens: þ ist kein p, sondern ein th. Der Campingplatz ist direkt am Fjord gelegen. Wir entscheiden uns etwas windgeschützter hinter der Hecke zu stehen.
Wie bereits erwähnt haben wir unser Schlafsetup in den letzten Tagen optimiert und schlafen nun sehr angenehm. Das wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten.





