Es regnet bis 10 Uhr und das Wetter ist noch etwas schlechter als gestern. Wir starten den Tag also mit einem gemütlichen Frühstück im Zelt. Wir haben ja heute kein Tagesziel mehr zu erreichen und können uns ein wenig treiben lassen.
Ich gehe zum 500 Meter entfernten Doctors House und telefoniere mit Borea, um ihnen mitzuteilen, dass sie uns morgen von hier und nicht einen Fjord weiter abholen sollen. Anschließend gönne ich mir noch einen Kaffee, den ich nicht einmal bezahlen muss. Christian schaut sich derweil im Zelt unsere Videos von Hornstrandir an und schneidet die ersten.
Gegen 2 Uhr raffen wir uns dann doch nochmal auf und wandern einige Kilometer am Strand entlang zum Ende des Fjords. Das Wetter ist nach wie vor wolkenverhangen, sodass wir uns auf den Strand und das Meer konzentrieren, beides Wunderschön.

Wir sehen einer Robbe beim schwimmen und tauchen zu und genießen einmal mehr die Ruhe und Abgeschiedenheit dieses Ortes. Auf dem Weg zu den Klippen am Ende des Fjords begegnet uns niemand.
Wir beobachten Wasservögel, schauen uns die Muscheln am Strand an und bewundern das absolut klare Wasser des Meeres und der Zuflüsse auf dem zumeist schwarzen Strand.

An den Klippen angekommen machen wir eine Pause mit Tee und Keksen. Wir nehmen den selben Weg wieder zurück nach Hesteyri und kommen gleichzeitig mit dem Schiff von Borea an, drei deutschen Wanderern geben wir noch einige Tips und wir füllen unsere Wasservorräte am nahegelegenen Fluss wieder auf. Es ist echt super, dass man sein Trinkwasser aus jedem größeren Bach hier entnehmen kann und direkt Trinkwasser hat. Nun bricht für uns die letzte Nacht auf Hornstrandir an. Wir werden auf jeden Fall noch einmal wieder kommen. Dann mit etwas mehr Kondition und bereit den Norden zu bezwingen.
In Hesteyri kommen täglich neue Gäste an. Viele von ihnen machen Rast im ehemaligen Doctors House. Die Überreste im Fluss zeugen von der früheren Besiedlung Hornstrandirs.











