Alles beginnt mit einer Impulsivbuchung. Wer kann schon bei 4 Tagen Island, mit Flug und Hotel für 400€ Nein sagen? Ich nicht. Dafür ist Island einfach zu schön und ich wollte schon immer mal Island im Winter sehen.

Also buche ich mir im November die Nordlicht-Städtereise von Icelandair für Ende Januar. Nein, ich bin nicht Marty McFly, kann nicht in die Vergangenheit reisen, und habe mir auch keinen Monat Zeit gelassen den Artikel zu schreiben. Ich bin jetzt, Ende Februar auf Island, weil mein Flug im Januar gestrichen wurde. Beste Voraussetzungen😉

Die Reise

Aber jetzt geht es los. Donnerstagmorgen, 6 Uhr. Der Wecker klingelt und ich habe mal so gar keine Lust. Auf Island schon, auf 3h Zugfahren, 3h Flughafen und 3h Fliegen aber nicht. Aber ohne das kommt man ja nicht nach Island. Beamen geht ja noch nicht.

Um 07:30 fährt der ICE von Münster in Richtung Stuttgart ab. Wir zuckeln gemütlich durch das Ruhrgebiet, bis wir endlich Köln erreicht haben. Jetzt kann der ICE seinen Vorteil gegenüber dem Auto ausspielen. Mit 300 km/h geht es nach Frankfurt. Irgendwie brauchen wir mehr dieser Strecken. So macht Zugfahren Spaß.

Knapp 300 km/h, leise und angenehm gleitet der ICE dahin.

Am Flughafen angekommen, braucht man erst noch einmal Geduld, bis man am CheckIn ist. Icelandair ist im Terminal 2 in der hintersten Ecke. Ohne Shuttlebus wäre man arg aufgeschmissen. Der CheckIn und die Sicherheitskontrolle laufen reibungslos, Wartezeiten sind aber ganz ordentlich.

Um 13:05 startet der Pushback, auf die Minute pünktlich, und wir starten in Richtung Island. Icelandair merkt man an, dass es eine Liga höher als WizzAir ist. Hier riecht es nicht nach Maggi, hier gibt es am Platz Entertainment, und hier gibt es auch Getränke, die im Preis inbegriffen sind. Die Sitze sind auch deutlich bequemer.

Parkposition neben einem A380

Nach 3,5h landen wir im mit Puderzucker überstreuten Island. Wo man hinblickt, alles weiß. Der Pilot trifft die Parkposition nicht, so dass wir erstmal noch rangieren müssen um endlich aussteigen zu können. Die Einreiseformalitäten sind schnell abgewickelt. Jetzt steht dem Wintertrip nichts mehr im Weg.

Über den Niederlanden

Island im Winter erkunden

Nachdem ich den Mietwagen abgeholt habe, entschließe ich mich erstmal einen Ausflug an die Südküste zu machen. Die Sonne scheint und es sind -6,5 °C. Die Straße vom Flughafen ist bestens geräumt. Eine angenehme Fahrt.

Ich habe mich allerdings zu früh gefreut. Auf der Ringroad – Route 1 ist die Straße teilweise richtig vereist, so dass ein zügiges Fahren nicht möglich ist. Ich bin froh, dass mich die Mietwagengesellschaft auf einen Kompakt-SUV upgegraded hat. Mit einem Kleinwagen wäre das kein Spaß gewesen.

Gut geräumte Straße direkt am Meer

An einer kleinen Landzunge direkt am Meer steige ich aus um Fotos zu machen. Hier im Wind fühlen sich die -6,5 °C wie -15°C an. Es wird ein kurzer Stopp. Gegen 20 Uhr komme ich am Hotel an. Mehr als 2 Sterne hat es wirklich nicht verdient, aber für‘s schlafen wird es reichen.